angeswitched!

Wenn SuperNES und Gameboy einen Urgroßenkel hätten…

… dann wür­de die­ser wohl Nin­ten­do Switch heis­sen und die bes­ten Sei­ten sei­ner Vor­fah­ren in sich ver­ei­nen – auch wenn natür­lich nie­mand und daher auch kei­ne Video­­spiel-Kon­­­so­­­le per­fekt sein kann.

Über die Leis­tungs­fä­hig­keit der neu­en Kon­so­le von Nin­ten­do gibt es mehr als nur eini­ge Berich­te und Arti­kel von Maga­zi­nen, Blog­gern und Gaming-Exper­­­­ten. Wäh­rend eini­ge Ver­tre­ter in ihr kei­ne Kon­kur­renz für die eta­blier­ten Kon­kur­ren­ten von Micro­soft und Sony sehen und Nin­ten­do teil­wei­se vor­wer­fen, wie­der mal tech­nisch nicht auf der Höhe zu sein, bemän­geln ande­re die weni­ger prak­ti­sche Mobi­li­tät im Ver­gleich mit den zur Zeit ver­füg­ba­ren Hand­helds.

Wenn man mache Berich­te liest könn­te man zum Teil wirk­lich den Ein­druck gewin­nen, die Switch wäre ein vor­pro­gram­mier­ter Rein­fall – wie­so die Switch aber trotz­dem eine tol­le Kon­so­le ist und unse­rer Mei­nung nach ide­al für jene Men­schen geeig­net sein könn­te, die an einer chro­ni­schen Erkran­kung lei­den und damit ein­her­ge­hend kei­nen ganz “nor­ma­len” All­tag haben, möch­ten wir euch in die­sem Arti­kel ver­ra­ten.

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Nin­ten­do Switch (Quel­le: Flickr / GoN­in­ten­do)

Gar kein Nintendo-Kind

Direkt vor­ab muss ich aber erst mal eine Sache los­wer­den: Ich bin eigent­lich gar kein Nin­­­­­­­ten­do-Kind. Frü­her hat­te ich zwar natür­lich auch einen Game­Boy (also die­sen ers­ten, mit dem grün-schwar­­­­zen LCD-Dis­­­­play), aber danach war Nin­ten­do eigent­lich nie wie­der ein gro­ßes The­ma. Unser ers­tes rich­ti­ges Video­spiel das man an den TV ange­schlos­sen hat war ein Sega Mega­D­ri­ve; spä­ter hat­te ich zwar für kur­ze Zeit auch einen Game­Cu­be, eine Game­Boy Advan­ce und einen DS, aber so rich­tig anfreun­den konn­te ich mich mit den Nin­ten­do Gerä­ten und vor allem Spie­len (bis auf ein paar Aus­nah­men) nie so ganz. Ich fühl­te mich selbst mit­ mei­nen damals knapp 20 Jah­ren schon zu alt für Nin­ten­do. Die meis­ten Spie­le erschie­nen ein­fach bunt und knud­de­lig, kin­der­feund­lich – die weni­ge Aus­nah­men von die­ser Regel waren dann eben auch kein ech­tes Argu­ment für ‘nen Nin­ten­do mehr.

Klar, gera­de die Wii hat­te zurecht ihren Erfolg und auch die Nin­ten­do Hand­helds haben mit gutem Grund eine treue Fan-Gemein­­­­de, aber das war irgend­wie nie so wirk­lich mei­ne Welt. Zu wenig Leis­tung in der Tech­nik und Spie­le mit eher weni­ger Tief­gang (aus mei­ner Sicht zumin­dest). Aber 2017 soll­te sich das nun also ändern.

Konsole, Handheld, beides?

Um das, zuge­ge­ben, nicht ganz so ein­fach in einem Wort zu benen­nen­de Kon­zept der Nin­ten­do Switch zu beschrei­ben, schau­en wir doch erst mal, wie die Fach­welt das Gerät bezeich­net: Hybrid-Kon­­­­so­­­­le ist da so ziem­lich das gän­gigs­te Schlag­wort. Bezie­hen tut sich die­ser Begriff auf die Nutz­bar­keit der Switch – im Gegen­satz zu etwa Play­sta­ti­on oder XBOX ist die Switch nicht an die fes­te Instal­la­ti­on an einen TV gebun­den, son­dern kann wie zum Bei­spiel ein Game­Boy oder ein Tablet auch por­ta­bel, also mobil, genutzt wer­den. Bevor wir uns mit der prak­ti­schen Sei­te des Hybrid-Geräts befas­sen, schau­en wir uns aber erst mal die Tech­nik an sich an.

Herz der mit 102 x 239 x 13,9 Mil­li­me­tern inkl. der ange­dock­ten Joy-Cons (dazu spä­ter mehr) sehr kom­pakt aus­fal­len­den Kon­so­le ist eine Tegra X1 CPU von Nvi­dia, ein Pro­zes­sor wel­cher spe­zi­ell für den Ein­satz in mobi­len Gerä­ten ent­wi­ckelt und opti­miert wur­de und daher unter ande­rem eine nied­ri­ge Ener­gie­auf­nah­me auf­weist. Die ins­ge­samt 4 ARM-Pro­­­­zes­­­­sor­ker­­­­ne kom­men gemein­sam auf eine Rechen­leis­tung von kom­bi­nier­ten 393 Giga­Flops (Gleit­kom­ma­be­rech­nun­gen pro Sekun­de, eine Maß­ein­heit zur Beschrei­bung der Leis­tungs­fä­hig­keit von Com­pu­tern. 1 Giga­flop ent­spricht 1.000.000.000 Berech­nun­gen pro Sekun­de) im sta­tio­nä­ren und 157 Giga­Flops im mobi­len Betrieb – zum Ver­gleich: eine Play­sta­ti­on 3 hat­te ihrer­zeit eine Leis­tung von etwa 228 GFlops und die aktu­el­le Play­sta­ti­on 4 Pro kommt auf gan­ze 4.200 GFlops bzw. 4,2 Tera­Flops.

Also etwa die dop­pel­te Leis­tung einer Play­sta­ti­on 3, klingt jetzt ja erst mal etwas ent­täu­schend, wür­de man den­ken, wo doch zum Bei­spiel die aktu­el­le Gene­ra­ti­on von Sonys sta­tio­nä­rer Kon­so­le auf das etwa acht­zehn­fa­che ihrer Vor­gän­ge­rin kommt. Wenn wir uns aber mal die aktu­el­le Situa­ti­on auf dem Markt der Hand­helds anschau­en, dann sieht das Gan­ze schon etwas anders aus. Zum einen haben wir da den 3DS (eben­falls von Nin­ten­do) mit etwa 4,8 GFlops und Sonys PS Vita mit 28,4 GFlops Leis­tung – da sind die mobi­len 157 Giga­flops der Switch doch schon eine ganz ordent­li­che Num­mer. Fast eine Play­sta­ti­on 3 für den Ruck­sack qua­si.

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Nin­ten­do Switch mit Dock (Quel­le: Flickr / GoN­in­ten­do)

Natür­lich ist der Pro­zes­sor allei­ne noch kei­ne Kon­so­le. Neben 4 Giga­byte Arbeits­spei­cher ver­fügt das Gerät über 32 Giga­byte inter­nen Spei­cher – von wel­chem 6 Giga­byte vom Betriebs­sys­tem belegt wer­den – des­sen Umfang sich zudem durch eine MicroSD-Kar­­­­te (bis zu 2 Tera­Byte) erwei­tern lässt. Da die Switch auch mobil ein­ge­setzt wer­den kann besitzt sie eben­falls ein eige­nes 6,2 Zoll (also in etwa knapp 14 x 8 cm) gro­ßes Touch-Dis­­­­play, wel­ches mit 1280 x 720 Pixeln auf­löst und damit dem HD-Stan­dard 720p ent­spricht. Im sta­tio­nä­ren Betrieb wird das Bild in Full HD – also 1080p – via HDMI auf den TV über­tra­gen. Ihren Strom bezieht die Kon­so­le aus einem fest ver­bau­ten 4.200 mAh Akku, wel­cher für bis zu 6 Stun­den Lauf­zeit aus­reicht, oder im sta­tio­nä­ren Betrieb durch einen Netz­ad­ap­ter.

Hi eléonore, we had holidays here in germany on tuesday and wednesday, so i have noticed your inquiry not until today morning. but already done the artwork you were asking for (perhaps it is too late already). kind regards jens bierwirth marketing
Joy-Cons der Switch (Quel­le: Flickr / GoN­in­ten­do)

Gesteu­ert wird die Switch mit den soge­nann­ten Joy-Cons, Con­trol­lern die seit­lich an am Gerät ange­bracht oder auch sepa­rat in jeweils einer Hand oder kom­bi­niert als kabel­lo­se Con­trol­ler ver­wen­det wer­den kön­nen. Bewe­gungs­er­ken­nung und Vibra­ti­ons­funk­ti­on sind genau­so mit an Board wie eine Infra­rot-Kame­­­­ra. Ähn­lich wie bei der Wii also wie­der jede Men­ge alter­na­ti­ve Mög­lich­kei­ten für Ent­wick­ler um anders­ar­ti­ge Steue­rungs­mög­lich­kei­ten in ihre Spie­le zu inte­grie­ren. Ein klas­si­scher Con­trol­ler ist sepa­rat aber eben­falls erhält­lich. Die Spie­le selbst kom­men übri­gens ent­we­der als soge­nann­te Game­card, einem der SD-Kar­­­­te ähn­li­chen Medi­um, oder via Down­load auf die Switch.

Wer sich im Detail für das tech­ni­sche Innen­le­ben der Nin­ten­do Switch inter­es­siert, dem kann ich den eng­li­schen Arti­kel von tech­in­sights emp­feh­len.

Und wie schaut das jetzt im Alltag aus?

Wie man es von Nin­ten­do schon fast gewohnt ist, besticht auch die­se neu­es­te Kon­so­le des japa­ni­schen Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens mehr durch ori­gi­nel­le Ide­en als durch rei­ne Leis­tung – auch wenn man ein­fach zuge­ben muss, dass es sich um die wohl leis­tungs­fä­hi­ge trag­ba­re Kon­so­le han­delt, die man zur Zeit bekom­men kann.

Oft kri­ti­siert wird in die­sem Zusam­men­hang die mau erschei­nen­de Akku­lauf­zeit von bis zu 6 Stun­den, wel­che je nach Anspruch des jewei­li­gen Spiels an das Sys­tem auch gerin­ger aus­fal­len kann. Im Ver­gleich mit dem aktu­el­len 3DS vom sel­ben Her­stel­ler zeigt sich aber, dass auch die­ser mit den spar­sams­ten Ein­stel­lun­gen auf ledig­lich gute 7 Stun­den kommt und unter Vollast die Lauf­zeit auch ger­ne mal eher auf knap­pe 4 Stun­den her­un­ter geht – wohl­ge­merkt bei einem Bruch­teil der Rechen­leis­tung und klei­ne­ren Dis­plays. Wem maxi­ma­le 6 Stun­den aber zu wenig sind, den kön­nen wir beru­hi­gen: Es besteht die Mög­lich­keit die Switch selbst unter­wegs und wäh­rend der Nut­zung über den inte­grier­ten USB-C Port auf­zu­la­den – etwa durch eine trans­por­ta­ble Power­bank.

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Nin­ten­do Switch im Hand­held-Mode (Quel­le: Flickr / GoN­in­ten­do)

Die Switch ist aber kei­ne Kon­so­le, die man mal eben schnell in den Ruck­sack wirft und zwi­schen Büchern und Was­ser­fla­sche trans­por­tiert. Durch ihr ver­hält­nis­mä­ßig gro­ßes Dis­play und die abnehm­ba­ren Joy-Cons fühlt sich das unter­wegs sein mit ihr eher an wie mit einem Tablet: Man kann das Gerät zwar eigent­lich wirk­lich über­all mit hin neh­men, aber man geht auto­ma­tisch etwas sorg­sa­mer damit um und schaut rela­tiv schnell nach Zube­hör wie einer pas­sen­den Tasche oder einem Kratz­schutz für das Dis­play. Weni­ger Spaß macht die Switch dadurch aber auf kei­nen Fall – eher im Gegen­teil.

Ob zu Hau­se vorm TV mit der Switch in ihrem Dock oder unter­wegs als Hand­held – das Fee­ling beim Zocken mit der Neu­en von Nin­ten­do ist etwas ganz eige­nes. Wäh­rend ich per­sön­lich mit dem Gerät irgend­wo gemüt­lich rum­hän­ge und mich im Han­d­held-Mode so rich­tig wohl füh­le, zieht sich Ste­phan die Spie­le lie­ber docked rein – also mit der Switch als Kon­so­le am gro­ßen TV. Das inter­es­san­te dabei ist, das es sonst eher anders­her­um gela­gert ist: Ich spie­le mei­ne Games mit der PS4 am TV wäh­rend Ste­phan eher den 3DS zur Hand nimmt – wir haben da qua­si die Rol­len “ges­wit­ched”.

Multiplayer integriert

Wo wir gera­de schon bei zwei unter­schied­li­chen Spie­lern sind, bie­tet es sich eigent­lich an, ein beson­de­res Fea­ture der Switch zu nen­nen: Man kann im Grun­de mit der Basis-Aus­­­­sta­t­­­­tung zu zweit am Gerät zocken – dabei ist es egal, ob man zu Hau­se am TV oder gera­de unter­wegs ist. Der Clou liegt dabei in den Joy-Cons, da die­se nicht nur gemein­sam als Con­trol­ler für einen Spie­ler son­dern eben auch sepa­rat für sich als eine Art Mini-Game­Pad für zwei (oder mit ent­spre­chend zusätz­li­chen Joy­Cons auch noch wei­te­re) Spie­ler genutzt wer­den kön­nen.

Multiplayer mit den joy-cons
Mul­ti­play­er mit den Joy-Cons (Quel­le: Flickr / GoN­in­ten­do)

Neben der Mög­lich­keit des loka­len Out-of-the-Box-Mehr­­­­spie­­­­le­­­rer­­­­le­b­­­­nis­­­­ses las­sen sich auch meh­re­re Kon­so­len lokal zum Zocken kon­nek­tie­ren oder durch eine Online-Ver­­­­­­­bin­­­­dung zusam­men­schlie­ßen – alles draht­los und kabel­frei. Ob Mul­ti­play­er an sich mög­lich ist, hängt logi­scher­wei­se um jewei­li­gen Game ab.

Die Spiele-Bibliothek

Womit wir dann auch bei dem wohl eigent­lich wich­tigs­ten und für die­sen Arti­kel allei­ne viel zu umfang­rei­chen Punkt kom­men: die Spie­le­aus­wahl. Ich gebe ganz offen zu, dass ich gera­de in Bezug auf die Spie­le schon im Vor­feld eher skep­tisch war und befürch­te­te, wie­der eine Platt­form von Nin­ten­do prä­sen­tiert zu bekom­men, die sich eher an viel jün­ge­re Spie­ler rich­tet. Ja, es gibt die­se Art von Games auch die­ses mal wie­der, aber Nin­ten­do hat es tat­säch­lich geschafft namen­haf­te Publisher und Titel auf ihre Sei­te zu zie­hen. So erscheint noch im Novem­ber mit Sky­rim von Bethes­da etwa eines der bes­ten Rol­len­spie­le der letz­ten Jah­re für die Switch – inklu­si­ve aller bis dato erschie­ne­nen Zusatzsin­hal­te, gra­fi­schen Ver­bes­se­run­gen sowie Unter­stüt­zung für die mit den Joy­Cons mög­li­che bewe­gungs­sen­si­ti­ve Steue­rung (und wer woll­te nicht schon immer mal einen Feu­er­ball so rich­tig wer­fen, statt nur auf einen Knopf zu drü­cken). Außer­dem fin­det das neue DOOM eben­falls im Novem­ber sei­nen Weg auf den klei­nen Alles­kön­ner.

The elder scrolls v: skyrim - auf der switch
The Elder Scrolls V: Sky­rim – auf der Switch (Quel­le: Flickr / 3faf com)

Wer die Klas­si­ker des japa­ni­schen Video­spiel­fa­bri­kan­ten moch­te geht natür­lich nicht leer aus. Gera­de erst kürz­lich ist der neu­es­te Able­ger der Mario-Rei­he erschie­nen und sam­melt über­all Best­wer­tun­gen ein – das muss man dem klei­nen Schnurr­bart­trä­ger ein­fach las­sen, auch wenn er mich per­sön­lich nicht so wirk­lich abholt. Im nächs­ten Jahr erhält zudem Yoshi ein eige­nes Switch-Game und auch auf einen Titel mit dem alles ein­sau­gen­den Kir­by wird man nicht mehr lan­ge war­ten müs­sen.

Super mario odyssey
Super Mario Odys­sey (Quel­le: Flickr / GoN­in­ten­do)

Alle anste­hen­den Ver­öf­fent­li­chun­gen zu nen­nen wür­de aller­dings wirk­lich jeden Rah­men spren­gen. Wir ver­fol­gen momen­tan regel­mä­ßig die Ankün­di­gun­gen und Trai­ler zu kom­men­den Spie­len und man hat irgend­wie das Gefühl bei­na­he täg­lich kommt etwas dazu von dem man vor­her noch nichts mit­be­kom­men hat. Natür­lich sind das nicht alles Voll­preis Block­bus­ter à la Mario Kart & Co. son­dern auch sehr vie­le Indie-Titel, dar­un­ter alte Bekann­te aber eben auch voll­kom­men neue Games. Man­che Nin­dies (Nin­ten­dos eige­ner Begriff für die besag­ten Indie-Games) füh­len sich aber erst auf der Switch so wirk­lich rich­tig an – Star­dew Val­ley zum Bei­spiel scheint wie für den Han­d­held-Mode gemacht.

Ins­ge­samt zählt der Nin­ten­do eShop bereits jetzt, kein Drei­vier­tel­jahr nach Ver­öf­fent­li­chung der Kon­so­le, 200 Titel für die Switch – das ist defi­ni­tiv nicht wenig.

Und wieso soll die Switch jetzt gerade zu mit passen?

Ich kann jetzt nicht garan­tie­ren, dass die Switch genau die pas­sen­de Kon­so­le für jeman­den im Spe­zi­el­len ist, aber was ich sagen kann ist Fol­gen­des: Wer sich War­te­zei­ten ganz ger­ne mal mit einem Spiel ver­treibt und von der Qua­li­tät der meis­ten Mobi­­­­le-Games eher ent­täuscht ist, für den könn­te Switch wirk­lich eine Alter­na­ti­ve sein. Auch Han­­­­dy-Zocker die sich eine Platt­form mit viel Leis­tung und guter Spie­le­aus­wahl wün­schen soll­ten sich die Kon­so­le viel­leicht zumin­dest mal anschau­en, zumal zu erwar­ten ist, dass noch wei­te­re Titel aus dem Mobi­­­­le-Bereich ihren Weg auf die Switch fin­den – immer­hin ist die Tech­nik auf der die Soft­ware läuft im Prin­zip die Glei­che.

Okay, also das War­ten vor einem Ter­min lässt sich schon mal ganz gut über­brü­cken. Dank der Mög­lich­keit das Zocken jeder­zeit durch ein­fa­chen Druck auf eine Tas­te zu pau­sie­ren und das Gerät in den Stan­d­­­­by-Modus zu ver­set­zen geht der erspiel­te Fort­schritt auch nicht ver­lo­ren, wenn man wider erwar­ten doch mal schnell auf­ge­ru­fen wird. Noch inter­es­san­ter könn­te für den einen oder ande­ren aber viel­leicht fol­gen­der Aspekt sein: Da die Switch nicht zwangs­läu­fig einen TV benö­tigt, aber trotz­dem bedient wer­den kann ohne das gesam­te Gerät in den Hän­den zu hal­ten, bie­tet sie sich auch als Beglei­tung bei einem sta­tio­nä­ren Auf­ent­halt in den eher weni­ger auf Unter­hal­tung aus­ge­leg­ten Kli­ni­ken an – Opti­on auf Mehr­­­­spie­­­­ler-Ses­­­­si­ons mit ande­ren Pati­en­ten inklu­si­ve.

Fazit

Wie jetzt schon zwei mal erwähnt, ich war selbst wirk­lich sehr skep­tisch was die Switch betrifft und konn­te mir ehr­lich gesagt nicht vor­stel­len, dass Nin­ten­do aus sei­nen Feh­lern mit der WiiU gelernt hat – doch da habe ich mich wohl getäuscht. Die Switch ist gera­de auf dem bes­ten Weg mei­ne Lie­b­­­­lings-Kon­­­­so­­­­le zu wer­den. Nicht wegen der Rechen­leis­tung oder gra­fi­schen Pracht der Spie­le (obwohl die im gesam­ten mobi­len Bereich mei­ner Mei­nung nach ihres­glei­chen suchen), das bleibt dann doch eher die Domä­ne von Play­sta­ti­on, XBOX und PC, son­dern wegen der wahr­schein­lichs­ten fle­xi­bels­ten Art des Gamings – mit ech­ten Con­trol­lern statt fum­me­li­ger Touch-Screen-Steu­e­­­­rung bei Titeln, die dafür ein­fach nicht geeig­net sind (ja, ich schie­le hier ganz bewusst mit bösem Blick auf so eini­ge Mobi­le-Games).

Unser ers­tes Fazit nach nun 4 Wochen mit der Nin­ten­do Switch ist schon mal jenes, das es ein­fach Spaß macht mit der Switch zu zocken. Das glei­che Spiel zu Hau­se auf dem gro­ßen TV anfan­gen, ohne Unter­bre­chung die Kon­so­le ein­fach schnap­pen und rela­xed im Bett lie­gend noch wei­ter­spie­len… und am nächs­ten Tag dann im Bus den Boss­kampf doch noch mal ver­su­chen – das ist die Switch.

Euer Jens

Jens Bierwirth Verfasst von:

Jens küm­mert sich als gra­fi­scher All­roun­der um die mediale Auf­be­rei­tung der redak­tio­nel­len Inhalte. Von der Erstel­lung pas­sen­den Bild­ma­te­ri­als über die Auf­nahme bis hin zur digi­ta­len Post­pro­duc­tion – als aus­ge­bil­de­ter Medi­en­ge­stal­ter, und seit meh­re­ren Jah­ren freier Gra­fi­ker, ver­passt er den Inhal­ten mit Affinity, DaVinci Resolve und Fusion die rich­tige Optik. Gleichzeitig ist er als pflegender Angehöriger selbst mit Thematik rund um das Leben mit einer chronischen Erkrankung vertraut.

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